--> TV Homburg Saar - Abteilung Fechten

Die Geschichte der Fechtabteilung des TV Homburg

Durch die Rückgliederung des Saargebietes in das Deutsche Reich löste sich der Verein am 27.1. 1935 selbst auf. Im August 1936 wurde das Sportwesen zu einem Verein für Leibesübungen e.V. ins Amtsregister eingetragen.

Die Abteilungsleiter Georg Bilsing (Homburg), Heiner Petri (Zweibrücken) und Herr Dumling (Kaiserslautem) traten in enge Kontakte und veranstalteten regelmäßig Vergleichskampfe.

Zu den Mitgliedern vor dem Krieg gehörten Dr. Feß, Manfred Kaiser, Dr. Paul Weber (Eigentümer der Karlsberg Brauerei), Herr Kapitain (Vater unser es langjährigen Vorsitzenden des TV Homburg), Helmut Grath, Herr Duchmann und eine Frau Bonaventura.

Der Neuaufbau begann 1949. Als einziger der GrÜndungsmitglieder kehrte Georg Bilsing aus dem Krieg nach Hause zurÜck. Zu ihm stießen nach und nach weitere Fechter, u.a. Lothar Diehl und Bernhard Stämpfli.

Die erste Trainingsstätte war das Gasthaus Schwanen. Danach wurde im Spritzenhaus der Feuerwehr gefochten. Ab 1963 standen die Schulturnhalle und der Saalbau wieder zur Verfügung. 1976 zogen die Fechter in die jetzige Trainingsstätte an der Kreisrealschule.

Georg Bilsing leitete die Fechtabteilung seit ihrer Gründung 1925 bis 1965. Das Material, das er vor dem Krieg von der Fechtabteilung gesammelt hatte, ging in den Kriegswirren verloren.

 

1945 bis 2001

Diese Aufzeichnungen entstanden aus einem Gespräch zwischen Herrn Bilsing, Norbert Feß und Dieter Reichert 3 Wochen vor seinem Tod am 26.4. 1978. Er starb im Alter von nahezu 81 Jahren.

Ab 1962 begann der Aufstieg der Fechter Walter Jung, Udo Lucas, Anni Heintz. Walter Jung holte den ersten Landesmeistertitel im Degen der Junioren 1962. Bei den Damen folgte Anni Heintz im Florett 1966. Udo Lucas gewann beim Landesturnfest 1963 den Degentitel. 1966 holte er sich den ersten Sieg beim Richard Benkert Preis im Degen. 1967 konnte sich A. Heintz wieder in die Siegerliste eintragen.

Weiterhin wurden viele Vizemeisterschaften errungen. 1962 und 1965 holte sich Lucas die Friesenkampfmeisterschaft. Bei der DM in Kassel 1964 erreichte er Platz 5. 1965 holte sich die Damenflorettmannschaft mit A.Heintz, B.Nagl, R.Bartholome und E.Conrad den ersten Titel auf Landesebene.

Im Jahre 1965 löste ihn Franz Josef Klein als Spartenleiter ab.
Durch berufliche Gründe übernahm Udo Lucas für 1 Jahr das Amt. Danach stand Klein wieder der Abteilung bis 1969 vor. 1969 gewann Walter Jung das 1. Karlsbergturnier. Anni Ecker trug sich 1970 in die Sieger liste ein.
Sein Nachfolger wurde Dieter Reichert bis 1978. In dieser Zeit begann der Aufstieg von Thomas Fritz. Er gewann viele Titel im Degen, Florett und Friesenkampf. 1974 feierte er seinen größten Erfolg mit der Deutschen Meisterschaft im Friesenkampf in Alsfeld. Insgesamt gewann er von 1971 bis 1983 50 Turniere regional bis International und stand mehrmals in der Saarauswahl. 1978 trug er sich als 2. Homburger Fechter in die Siegerliste des Int. Karlsbergturniers ein.
In dieser Zeit hatten wir ein super Team und besuchten viele Turniere in Frankreich, Luxemburg und Belgien.

1978 über nahm Norbert Feß den Vorsitz, der nicht nur entscheidend für das positive Gedeihen und Blühen der Abt. verantwortlich war, sondern auch als erfolgreichster Fechter mit über 60 Siegen, davon 20 Landesmeister titeln im Degen, Florett und Friesenkampf eine Vorbildfunktion für den Nachwuchs darstellte. Bei Deutschen Meisterschaften konnte er einen Vizetitel und 3 Bronzemedaillen im Friesenkampf verzeichnen. Aus einer kleinen Abteilung schaffte er es, eine finanziell Gesunde und sportlich erfolgreiche Fechtabteilung zu hinterlassen. 1993 kam ein Zusammenbruch durch Abwerbung anderer Vereine. Es stellte sich die Frage, ob ein Neuaufbau begonnen wird oder die Abteilung zu schließen.

Der Vorstand entschloß sich zu einem Neuaufbau mit Werbeaktionen. Diese trugen schnell Früchte und es wurden in den folgenden Jahren bis heute über 100 Landesmeisterschaften in allen Altersklassen , sowie weitere 150 Turniersiege errungen.

1996 erreichte die Saarauswahl der B Jugend die Deutsche Meisterschaft mit den Homburgerinnen Eva Weber und Caroline Heider. In dieser Zeit wurden über 200 Fechter(innen) ausgebildet. Unter seiner Leitung wurde eine herrliche Trainingsanlage in die kleine Halle eingebaut, die 2001 eingeweiht wurde. Ebenfalls
konnte in der Sportund Spielhalle im Jahre 2000 die Unterflurverkabelung für die Turniere in Betrieb genommen werden. Der Besondere Dank gilt dafür der Stadt Homburg und dem Kreisbauamt für die Finanzierung und Genehmigung. Die Mitgliederzahl wurde auf über 100 erhöht. Beruflich bedingt suchte
Norbert Feß einen Nachfolger, den er in Dieter Dörrenbächer fand.
Dieser wurde 2001 zum neuen Abteilungsleiter gewählt. Norbert Feß steht ihm bis heute als Berater zur Seite.

 

Die goldene Zeit der Homburger Mädchen

Die 90er Jahre waren fest in der Hand von sechs Homburger Fechterinnen, welche zusammen insgesamt 158 Titel in nur 10 Jahren für den TV Homburg sammelten. Die Rede ist von Viktoria Nagel, Corinna Busch, Eva Weber, Nina Berberich sowie Sandra und Caroline Heider. Die zwei Schwestern allein sicherten der Fechtabteilung 113 Einzeltitel mit dem Florett und waren damit die herausragenden Fechterinnen Homburgs. Als Mannschaft sicherten sich die sechs Erfolgsgaranten in wechselnder Besetzung 15 Landesmeisterschaften mit dem Degen und dem Florett. Im Deutschlandpokal wussten sie ebenfalls zu überzeugen. Sowoh1 1997, als auch 1999 erreichte man das Finale mit dem Degen. 1997 reichte es für den 8. Platz, zwei J ahre später wurden sie Fünfte. 1996 erfochten sich Corinna Busch, Eva Weber und Viktoria Nagel dann auch noch einen tollen vierten Platz bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der A Jugend in Neheim. National und international durchsetzten konnten sich die Homburgerinnen auch in Einzelwettbewerben.
So glänzte Eva Weber 1996 gleich zweimal bei deutschen Meisterschaften. In Laupheim holte sie sich zunächst neben Caroline Heider sowie Christina Hauter und Carmen Deutscher aus dem saarländischen Leistungskader den dritten Platz beim deutschen Länderpokal im Florett, bevor sie eine Woche später im
badischen Neckargemünd mit dem dritten Platz bei den deutschen Einzelmeisterschaften der B Jugend im Damendegen die beste Leistung ihrer Fechterlaufbahn erzielte. Zudem konnte Weber ihren Verein einige Male international durch Erfolge in Luxemburg und im belgischen Neufchateau würdevoll vertreten.
Mit dem Florett überzeugte Anfang der 90er Jahre vor allem Sandra Heider. Sie erkämpfte sich 58 Turniersiege und stand nach diversen Weltcupeinsatzen auf dem 39. Platz der deutschen Rangliste. Auch ihre kleine Schwester Caroline focht äußerst erfolgreich. Sie erlangte neben ihren 14 Einzeltiteln bei Saarlandmeisterschaften zahlreiche Turiererfolge auf Bundesebene. So gewann sie zum Beispiel mehrere Male den Königsbacher Cup in Koblenz. Durch das Erreichen der Qualifikationshürde für den Bochumer Damenflorettweltcup der Juniorinnen 1998 und dem anschließenden 39. Platz rangierte sie auf der Weltrangliste als erste Homburger Fechterin zwischenzeitlich auf dem 108. Platz. Daraufhin wurde sie mit dem Nachwuchspreis des Saarländischen Fechterbundes ausgezeichnet.
Viktoria Nagel brillierte zuletzt neben ihren Mannschaftserfolgen in den Einzelwettbewerben der deutschen Hochschulmeisterschaften. Die Jurastudentin erkämpfte sich in Köln einen vierten Platz. Aber auch im Friesenkampf, einem Fünfkampf aus Fechten, Schwimmen, Laufen, Kugelstoßen und Schießen war sie nicht
zu unterschätzen. So wurde sie 1996 deutsche Vizemeisterin und beendet ihre Wettkampfe in der Regel unter den ersten Drei.
Corinna Busch zeigte sich in den vergangenen J ahren immer als die zuverlässigste Stütze in der Mannschaft der erfolgreichen Damen des TV Homburg, die hoffentlich auch in Zukunft noch einige Titel einfahren werden.

 

UNSERE FÖRDERER

Omnlor GmbH

TRAININGSZEITEN (WINTER)

Montag (16.00 - 17.30 Uhr)
Kinder 8 - 11 Jahre
Robert Bosch Schule

Montag (17.30 - 19.00 Uhr)
Kinder ab 12 Jahren
Sonnenfeldhalle

Freitag (15.30 - 17.00 Uhr)
Kinder ab 6 Jahren
Robert Bosch Schule